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CARL BECKER 1862 - 1926

Galerie Herold - Carl Becker - Selbstporträt

Carl Becker
Selbstporträt, 1923,
Öl/Lw. 75 x 60cm

 

Galerie Herold - Carl Becker - Boote auf der Elbe

Boote auf der Elbe
um 1900, Öl/Lw., 78 x  132 cm

 
Bereits als Kind zieht Carl Becker mit seinen Eltern nach Altona und begeistert sich hier für den Hafen, die Eibe und das Meer. Und so sind es auch Schiffe und Wasserwogen, die sein gesamtes künstlerisches Oeuvre bestimmen.
Den ersten Malunterricht erhält er bei dem Hamburger Marinemaler Heinrich Leitner. Dann geht er zum Studium an die Düsseldorfer Akademie, die für ihre hier lehrenden und ausgebildeten Landschaftsmaler berühmt ist. Als Becker dort anfängt, 1887, hatte Oswald Achenbach, dessen romantische Grundtendenz Becker in seiner Malerei übernimmt, schon seit einigen Jahren die Schule verlassen und der baltische Maler Eugen Dücker dessen Nachfolge angetreten. Dieser widmet sich in seiner Malerei vorwiegend norddeutschen Landschaften und Marinethemen - der Kunststudent Carl Becker wird also weiter in seiner Motivwahl unterstützt: Er spezialisiert sich auf die Marinemalerei, mit der er schon während des Studiums große Erfolge hat. In Wien verleiht man ihm auf der Dritten Internationalen Kunstausstellung eine Goldmedaille und in Berlin anlässlich des zweihundertsten Geburtstags der Berliner Akademie ebenfalls eine.
Die Marinemalerei spielt um 1900 eine wichtige Rolle, da sie nicht nur Erinnerungsstücke für Reeder, Seeleute und Kaufleute hervorbringt, sondern darüber hinaus Symbole für Deutschlands Stellung als eine der größten Seemächte schafft, welche Wilhelm II. zu dieser Zeit vehement einfordert.
Nach seinem Studium lässt sich Becker in Düsseldorf nieder. Er erhält zahlreiche Aufträge, u.a. malt er 1900 die Wandgemälde für den deutschen Schifffahrtspavillon der Pariser Weltausstellung. Seine Heirat mit Annette Otto, der Tochter des Erfinders des Otto-Motors, ermöglicht ihm und seiner Familie -1903 wird der später ebenfalls als Maler bekannte Sohn Claus geboren -einen großbürgerlichen Lebensstil. 1903 zieht die Familie nach Hamburg, wo sie sich unweit der Elbe, zunächst in Nienstedten, dann in Blankenese, einrichtet.
Auf kürzeren und längeren Schiffsreisen studiert Carl Becker immer wieder seine Motive: Fischkutter, große Segler und das aufgewühlte Meer, um diese genaue Sachkenntnis von Schiffstypen und Segelmanövern in seine Marinemalerei ein- bringen zu können. Stilistisch entwickelt er den impressionistisch inspirierten Stil Eugen Dückers weiter. Charakteristisch für Becker ist ausserdem ein warmes Abendlicht, das seine Seestücke überstrahlt.

Werke in öffentlichen Sammlungen: Neue Nationalgalerie. Berlin: Deutsches Schifffahrtsmuseum. Brernerhaven; Museum Kunst Palast. Düsseldorf; Altonaer Museum. Harnburg; Museum für Harnburgische Geschichte. Harnburg. Literaturhinweise: Lexikon der Düsseldorfer Malerschule. Bd. I. München 1998; Kat. "Carl und Claus Becker. Gemälde", Hamburg (Harnburgische Landesbank) 2001.

 

Galerie Herold - Carl Becker - Abend I

Abend I, um 1900, Öl/Lw.
23  x 31 cm

  Galerie Herold - Carl Becker - Abend II

Abend II, um 1900, Öl/Lw.
24,5  x 31 cm

     

Bei den Bildern sind Farbabweichungen zum Original möglich.

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